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Viel zu erzählen!

Endlich habe ich Zeit meine / unsere Erlebnisse der vergangenen 4 Tage aufzuschreiben. Die Tage vom Samstag bis Heute, Dienstag 19. Januar waren von Abwechslung und Schönheit kaum zu übertreffen.


Angefangen hat alles hier im Death Valley Nationalpark



Nachdem ich Violeta gepredigt hatte, wie unglaublich kalt es hier im Südwesten der USA im Winter sein kann, staunen wir nicht schlecht, als das Termometer des Fahrzeuges beim Erreichen des Death Valley's auf satte 24 Grad Celsius steigt. Von 8 Grad in Vegas direkt auf 24 Grad im nahe gelegenen Death Valley - was war das für eine Überraschung. Auch das Wetter spielt mit. Die Sonne, welche bereits um 16.30 Uhr den Horizont erreicht, scheint von Seite her in die Dünen, so dass sich Bilder schiessen lassen, die an Surrealismus kaum zu übertreffen sind.

Die Nacht wollten wir ganz hinten im Park verbringen; bei den Eureka Dunes. Da wir die 2.5 Stündige Fahrt  (man kann sich nicht vorstellen wie gross dieser Nationalpark ist) in der Dunkelheit noch vor uns hatten, und wir den einen oder anderen Kojoten gesehen hatten, entschieden wir uns dann doch für das 1.5 Stunden entfernte Hotel - Im Thal des Todes, in aller Dunkelheit, ca. 90 Kilometer fernab im Auto zu übernachten; nicht so unser Ding. Bei Ankunft am Tag Ja, aber in die Dunkelheit zu fahren... neeee!

Am nächsten Morgen lassen wir Beatty hinter uns und fahren direkt durch Las Vegas zum wunderschönen Valley of Fire:

Wie bereits das Death Valley kannte ich auch diese Sehenswürdigkeit von meiner Weltreise im Oktober 2008 und freute mich wie ein kleines Kind auf die feuerroten Felsformationen. Abgesehen von den 14 Grad Celsius und der viel früher verschwindenden Sonne sah aber alles so aus wie im Herbst - Winterbilder blieben also aus - enttäuscht waren wir doch nicht. Violeta konnten den Finger gar nicht mehr vom Auslöser wegnehmen und ich füllte meine 16 Gigakarte.

Erstmals zum Einsatz kommt bei der diesjährigen Reise meine 5D MkII - Videokamera, befestigt mit dem Saugnapfstativ Fat Gecko von Belkin. Das sieht dann so aus:



Die Videoqualität (dank 16mm Ultraweitwinkel) ist absolut unschlagbar und es lassen sich Perspektiven filmen, die mich immer wieder von Neuem faszinieren. Obschon die Kamera über einen von der Auflösung her identischen Sensor wie meine 1Ds MkIII verfügt, erreiche ich damit nicht annähernd die Schärfe, Farbgenauigkeit und Qualität der Grossen. Warum das so ist? Hmm - schwer vorstellbar - sollte doch der selbe Sensor sein. Item.

Nachdem ich meine Videosession für heute beendet hatte, kam ich mit einem Harley Fahrer ins Gespräch, der uns vom Näherkommen einer schlimmen Schlechtwetterphase warnte, die uns über eine Woche lang mit Regen, Schnee und Kälte beglücken solle. Der Schock stand uns sichtlich ins Gesicht geschrieben und wurde noch schlimmer, als die Wetterberichte für sämtliche Parks über eine Woche lang Regen und Schnee mit 90-100% Sicherheit prophezeiten.

Und am nächsten Morgen ist sie da, die Schlechtwetterperiode, die uns die Sonne für eine Woche lang rauben sollte. Doch ein einfallsreicher Fotograf muss auch aus Regen etwas zaubern und so faszinierten mich die vom Regen durchnässten Felswände des Zion Nationalparks - die aussahen, als wären sie von einer Lackschicht überzogen.



Es regnete buchsstäblich aus allen Kübeln und da der Schirm zu Hause geblieben ist, konnten wir die Kameras nur durch Darüberhalten von Kellogs-Schachteln von den Tropfen retten. Meine Schachtel sieht aus als hätte sie einen Flugzeugabsturz im Pazifik überlebt und wäre danach 3 Wochen im Salzwasser bei direkter Sonneneinstrahlung getrieben.

Ein wenig deprimiert zogen wir weiter Richtung Bryce Canyon NP - einer der Höhepunkte unserer Reise. Dort erhoffte ich mir die schönsten Winterbilder der USA. Aus Regen wurde bei zunehmender Höhe Schnee und dazu kam der Nebel und die Kälte. Die Hotelangestellten meinten, die Sonne würde dem Bryce nun für eine Woche fern bleiben und nach einer mehrstündigen Fahrt durch den Bryce konnten wir das bestätigen. Keinen einzigen Hoodoo konnten wir von den Overlook-Point aus sehen. Deprimiert gings zurück ins Hotel. Zum Glück gabs dort einen Souvinirladen, den wir gleich räumten und danach das wohl beste Steak der Welt genossen.

Ich gab jedoch nicht auf und hatte eine winzig kleine Hoffnung auf ein Wunder und so stellte ich den Wecker auf 06.30 Uhr. Ein Unterfangen das in Anbetracht des immer stärker werdenden Blizzards draussen eher zwecklos erschien.

Um 06.30 sah es dann nicht gerade toll aus, Schneegestöber, etc. Ich zwang mich dazu, das Auto schneefrei zu kriegen und meine Liebste zu motivieren, sich raschmöglichst die wärmsten Kleider überzuwerfen und mit mir zusammen in die eiserne Kälte zu fahren

UND SIEHE DA, kaum am Sunrise Point angekommen zogen die Wolken des Blizzards kurz ab und wir standen ganz alleine (Wir sahen an dem Tag keine 10 Touristen) vor dem wohl schönsten Sonnenuntergang, den ich je erleben durfte.



Jetzt sitze ich lachend vor Freude über den heutigen Morgen in Boulder und freue mich auf den morgigen Tag, der uns zum Arches Nationalpark bringt. Sämtliche Bilder des WUNDERVOLLEN Sonnenaufgang am Bryce findet Ihr unter www.stefanforster.com

Nun gehts ab in die Heia - sobald es sich ergibt melde ich mich wieder aus der eisernen Kälte der USA. 


20.1.10 06:03
 


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